Wachsen und Gedeihen an der Fleuth: Fünfer erweitern die Baumallee

Um gut wachsen zu können, benötigt ein Baum Nährstoffe, Wasser, Licht, Luft und etwas Pflege. Kinder und Jugendliche brauchen etwas andere „Nährstoffe“ um zu gedeihen, ihren Platz im Leben zu finden, als Heranwachsende erfolgreich zu sein und „stark wie ein Baum“ zu werden. Am Tag der traditionellen Baumpflanzaktion der Realschule an der Fleuth wurde sehr deutlich, dass auch die Schule ein Ort des Wachsens ist.

Unter tatkräftiger Mithilfe des stellvertretenden Bürgermeisters Rolf Pennings und den Augen der Presse pflanzten Ina und Leandro aus der 5a mit Janine und Ben aus der 5b einen Spitzahorn für die Fünftklässler des Schuljahres 2018/19. Nicole Cimander, die 2. Konrektorin der Realschule, hatte die diesjährige Aktion organisiert und freute sich, Georg Brey vom Grünflächenamt der Stadt mit seinen Mitarbeitern begrüßen zu dürfen.

Neben der Symbolkraft, die ein wachsender Baum hat, verfolgte Volker Streck, der als voriger 2. Konrektor die Aktion ins Leben rief, auch ganz konkrete Ziele: Über die Baumpatenschaft sollen die SchülerInnen lernen, Verantwortung zu übernehmen, eine ehrenamtliche Aufgabe kennenlernen und die Natur mit ihrer Vielfalt als schützenswerten Lebensraum erfahren, um den man sich kümmern muss. Wie verletzlich die Natur ist, haben die SchülerInnen bereits im Unterricht der ersten Schulwochen erfahren und erarbeitet.

Seit dem Jahr 2004 wird die Baumallee auf dem Gelände an der Fleuth durch die jungen Fünftklässler um einen neuen Baum erweitert. Sie übernehmen für ihre Schulzeit die Patenschaft über den Baum, pflegen ihn und beobachten ihn beim Wachsen. Und so wie „ihr“ Baum wächst und gedeiht, entwickeln sie sich auch selbst zu eigenständigen, verantwortungsbewussten Persönlichkeiten, die schließlich mit ihrem Schulabschluss in den Händen den Schritt ins Leben wagen. Die so entstandene Baumallee reicht inzwischen fast vollständig vom Schulgebäude bis an die Fleuth – und die ersten Bäume haben schon eine stattliche Größe erreicht.

20181128_120951

(FF)

Advertisements

Sankt Martin, Sankt Martin…

Auch in diesem Jahr nahm die Realschule An der Fleuth traditionell wieder mit Schülern aus (fast) allen Jahrgängen am Martinsumzug teil. Angeführt von der riesigen, farbenfroh gestalteten Schul-Laterne bahnten sich viele gut gelaunte und lauthals mitsingende Fünftklässler mit ihren selbst gebastelten Laternen den Weg zum Mühlenturm. Ihnen folgten Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klassen, die den Umzug ebenfalls nicht verpassen wollten. Die „Großen“ aus den Klassen 9 und 10 unterstützten dabei „in tragender Rolle“ an der Schul-Fackel.

Die vielen Zuschauer, die dekorierten Straßenzüge und der lange Zug boten eine Kulisse, die die „Neulinge“ beim Gelderner Martinszug zum Staunen brachte. SchülerInnen, Eltern und die begleitenden LehrerInnen waren beeindruckt von der Atmosphäre und dem schönen Gemeinschaftserlebnis, das durch das Feuerwerk noch abgerundet wurde. Vom Regen, der mittlerweile eingesetzt hatte, ließ sich niemand wirklich stören. Schließlich traten Groß und Klein mit Erinnerungen an einen schönen, gelungenen Martinsabend den Heimweg an.

DSC_0236_b

Aus dem Tagebuch eines Fünftklässlers… (Teil 3)

„An zwei Tagen haben wir unsere St. Martinslaterne gebastelt. Wir haben Häuser nach Ideen von einem Künstler James Rizzi auf das Fackelpapier gezeichnet. Er hat Häuser mit Gesichtern gemalt. Einige haben sich auch selbst Häuser ausgedacht. Am 11.11.2018 zieht der St. Martin durch Geldern und ich hoffe, dass viele mitziehen. Wir sind mit unseren Fackeln dabei.“

Japjot, 5b

Bild3_5b

 

„Inzwischen haben wir auch schon unsere ersten Arbeiten geschrieben und sie sind gut ausgefallen. Alle haben sich gefreut.“

Jonas, 5b

 

„In den Pausen spielen wir Jungen fast immer Fußball. Wir haben einen Fußballplatz mit 4 kleinen Toren und einen Platz mit 2 großen Toren. Auf den großen Platz dürfen wir aber nur zu bestimmten Zeiten. In unserer Klasse sind viele Fußballer, die auch in einem Verein spielen.“

Justin, 5b

Bild5_5b

 

„Wir Mädchen laufen zusammen über den Schulhof, der richtig groß ist, und reden miteinander. Manchmal spielen wir auch zusammen, z.B. „Runterschmeißen“. Dabei stehen wir auf den Steinen und eine von uns wird zum Fänger bestimmt. Der Fänger muss versuchen die anderen von den Steinen zu schubsen. Wer es schafft, selbst oben zu bleiben oder den Fänger so aus dem Gleichgewicht bringt, dass er selbst von den Steinen runtermuss, wird der nächste Fänger.“

Nikola, 5b

Bild4_5b

Ausgezeichnete Martinslaternen!

Mit viel Fleiß und Eifer haben unsere Fünftklässler – unterstützt von den KunstlehrerInnen – auch in diesem Jahr wieder Laternen für den Gelderner Martinszug gebastelt. Die kreativsten Fackeln nahmen am Laternenwettbewerb der Sparkasse teil. Und die Mühe hat sich gelohnt: Die Klasse 5a hat mit ihren Kunstwerken den dritten Platz in der Kategorie „weiterführende Schulen“ gewonnen und freut sich über ein Preisgeld von 30 Euro, das der Klassenkasse zugute kommt.

Aus dem Tagebuch eines Fünftklässlers… (Teil 2)

„In meinen ersten Schulwochen habe ich viele neue Kinder kennengelernt und mit einigen Freundschaften geschlossen. Die meisten Lehrer waren neu für mich, aber einige kannte ich, weil mein Bruder auch an der Schule ist. Da ich einige Kinder schon von meiner Grundschule kannte, war ich von Anfang an nicht alleine. Es war zwar ein bisschen schwer, mich an eine andere Schule, andere Kinder, andere Lehrer, ein anderes und neues Gebäude zu gewöhnen, aber nach einiger Zeit habe ich es geschafft. Mittlerweile habe ich mich an die Schule und Lehrer gewöhnt.“

Lukas, 5a

„Meine ersten Tage an der Realschule waren sehr schön und ich bin froh, dass ich so tolle Lehrerinnen und Lehrer habe. Ich freue mich über den neuen Stundenplan, die neuen Unterrichtsfächer und die gute Klassengemeinschaft. Meine Hausaufgaben mache ich sehr gerne. Ich habe mich an die neuen Räume gewöhnt. Zuerst hatte ich Sorgen, dass ich gute Noten bekomme, aber ich bin zufrieden. Ich bin froh, dass meine Freunde von der St. Adelheid Grundschule auch an der Realschule sind.“

Mahnaz, 5a

Mahnaz_b

Briefe per „Luftpost“: Die Ballonaktion an der Fleuth

In Zeiten von Twitter, WhatsApp und anderen Messenger-Diensten erscheinen Briefe vielen Jugendlichen heutzutage als „altertümlich“. Und doch gibt es Briefe auch noch im elektronischen Zeitalter: traditionell handgeschrieben, am PC getippt und ausgedruckt oder als Email zum Beispiel. An der Fleuth wird die Unterrichtsreihe zum Thema „Briefe“ traditionell mit der Ballonaktion der fünften Klassen abgeschlossen – einem Wettfliegen der Klassenballons.

„Briefe“ sind für unsere Neuankömmlinge das erste Thema im Deutschunterricht der fünften Klassen. Wie ist ein Brief aufgebaut? Welche Anrede wähle ich? Wo kommt nochmal das Datum hin? Mit diesen und vielen anderen Fragen und Aufgaben rund um das Briefeschreiben befassten sich die Fünfer in den vergangenen Wochen. Den Abschluss der Unterrichtsreihe feierten die SchülerInnen, indem jede Klasse einen Brief „per Luftpost“ – befestigt an einem Heliumballon – verschickte.

Nicole Cimander, die 2. Konrektorin, gab das Startsignal und unter dem Jubel der Fünftklässler stiegen ein roter und ein gelber Ballon in den sonnigen, blau-weißen Himmel an der Fleuth. Damit begann auch das Hoffen und Fiebern: Werden die Ballons gefunden? Und welcher Ballon fliegt weiter? Immerhin wurde für die Gewinnerklasse ein Preis ausgelobt.

Ob diese Art des Briefversands zuverlässiger ist als eine elektronische Nachricht – darüber darf gestritten werden. In jedem Falle aber ist es spannender, ob, wann und von wo eine Antwort kommt. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Sollten Sie also eine gelbe oder rote Ballonhülle mit einem laminierten Brief einer unserer Fünfer-Klassen finden, schreiben Sie bitte zurück, wann und wo Sie den Brief gefunden haben. Sie werden unsere Klassen sehr glücklich machen!!

Fünfer sehen die Welt „mit anderen Augen“

Kurz vor den Herbstferien gab es für die 5a eine Politikstunde der ganz besonderen Art. Wer sich schon immer einmal wünschte, die Welt mit anderen Augen sehen zu können, kam ganz auf seine Kosten – „Simulationsbrillen“ sei Dank!

Die „Simubrillen“ simulieren verschiedene Arten von Sehbehinderungen. Wer sie aufsetzt, kann selbst erleben, wie Menschen mit grauem Star, extremer Fehlsichtigkeit oder stark eingeschränktem Gesichtsfeld ihre Umwelt wahrnehmen. Die Brillen im Gepäck hatte Katrin Heuel, die als Sonderpädagogin einen Schüler mit Sehbehinderung in der Klasse begleitet. Sie stellte die – jetzt vorübergehend alle „sehbehinderten“ – Schüler der Klasse vor ganz alltägliche Aufgaben aus dem Unterrichtsgeschehen. Schreibe einen Satz von der Tafel ab, löse die Mathematikaufgabe von Seite XY aus deinem Buch. Und plötzlich wurden tägliche Handgriffe und Übungen zu einer riesengroßen Herausforderung!

Im zweiten Teil der Stunde sprachen die Schüler dann zunächst über ihre Erfahrungen und Eindrücke. Anschließend wurde das Thema „Verschiedenheit“ erweitert und alle hatten Gelegenheit, in vertrauter Atmosphäre über persönliche Schwierigkeiten im Unterrichtsalltag zu sprechen – darüber, was sie in bestimmten Situationen „verschieden“ macht und wie die Klassengemeinschaft damit umgehen kann. Viele trauten sich, offen zu reden – und die Mitschüler hörten einfach mal zu. Das beeindruckte auch Katrin Heuel: „Ich war total begeistert, wie respektvoll die Schüler die Gesprächsrunde gemacht haben und wie toll sie miteinander umgehen.“ Und so werden viele Fünfer die Welt jetzt mit etwas anderen Augen sehen – ganz ohne „Simubrille“!